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Auch die bunten Holzbauklötze, die wir uns begeistert in den Mund steckten. . . Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen!Wenn wir zu faul zum Laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes – natürlich ohne Helm! Der strampelte sich ab und wir versuchten uns an den Stahlfedern des Sattels festzuhalten!Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen durch Bruder, Schwester, Neffe, Freunde der Eltern oder so. Auch das Fahrrad (nicht Mountain-Bike!!) war meistens entweder zu groß oder zu klein! Überhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung. Und wenn doch, dann nur eine mit 3 Stufen! Und wenn du einen Platten hattest, lerntest du vom Vater, wie man das selber flicken konnte (am Samstagnachmittag – mit Wassereimer, Werkzeug, Schmirgelpapier, Gummilösung usw.).Wasser tranken wir aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen! Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch und am nächsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund! Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten. . .). Keiner scherte sich um Kalorien und wir wurden trotzdem nicht dick!Wir tranken Alkohol und wurden nicht alkoholsüchtig! Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde und keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank!Wir verließen frühmorgens das Haus und kamen erst wieder heim, wenn die Straßenbeleuchtung bereits eingeschaltet war. In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren - und keiner von uns hatte ein Handy dabei!Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen, Zähne raus geschlagen und niemand wurde deswegen verklagt. Niemand hatte Schuld - außer wir selbst. Das waren ganz normale, tägliche Unfälle und manchmal bekamst du hinterher sogar (als erzieherische Zugabe) noch eins auf den Po! Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.Und wir hatten dies alles nicht: Playstation, Nintendo, X-Box, 200 Fernsehsender, Videos, DVD's, Dolby-Surround-Sound, iPods, eigene Fernseher, PC's und Internet, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys . . . Wir hatten Freunde! . . . Wir gingen einfach raus und trafen uns auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer Eltern! Keiner brachte uns und keiner holte uns!Das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr! Die Eltern bestimmten, was und wie lange „TV-geglotzt“ wurde!Wir bauten Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar! Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter! Und mit den Stöcken stachen wir uns auch nicht besonders viele Augen aus!Wir spielten Straßenfußball, und nur wer gut war, durfte mitspielen. Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen, mit Enttäuschungen umzugehen! Und das ging auch ohne Kinderpsychiater! Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbeurteilung!Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen Apfel mit und wenn wir das vergaßen, konnte man in der Schule nichts kaufen! McDonalds, Burger-King, Döner-Bude, Snack-Bar, Imbiss-Stand, Pizza-Ecke - Fehlanzeige! Zur Schule gingen wir (auch im Winter) zu Fuß! Schulbusse?? Gab´s nicht!Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstieß, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxten. Im Gegenteil:Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei! Na so was aber auch!Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem mussten wir umgehen und wussten wir umzugehen!Geboren vor 1980? Dann gehörst DU auch dazu! Gratuliere! Denn wir sind HELDEN! mehr ... MusikEIN-AUS Theorie ist, wenn man alles weiß und nichts geht - Praxis ist, wenn alles klappt und keiner weiß warum! Impressum | Kontakt | Inhalt nachoben Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |